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Eidgenössisches Schützenfest

in Bière 2000

Am Freitag, 14. Juli war es endlich soweit, das Abenteuer Eidgenössisches Schützenfest Bière konnte beginnen. Am Mannenbacher Bahnhof trafen wir uns um 7‘45 Uhr. Mit zwei Kleinbussen ging es in Richtung Bière. Bereits nach einigen wenigen Kilometern setzte der grosse Regen ein, welcher uns drei Tage treu bleiben sollte. Während der langen Fahrt wurde geschwatzt und gejasst. Nach einem Zwischenhalt ging die Reise ohne Halt nach Bière auf das Festgelände. Dieses war einige hundert Meter vom Schiessplatz entfernt. Der Schiesslärm war kaum zu hören. Die Festzelte waren zur Mittagszeit voll besetzt. Nach einigem Suchen fanden wir endlich einen freien Platz für unsere Sektion. Die Standarte wurde montiert und die Tischreihe galt nun als Treffpunkt. Das Mittagessen nahmen wir im Festzelt ein. Danach ging es zur Waffenkontrolle. Der Kontrolleur kam bei einem unserer Schützen gehörig ins Schwitzen. Ist ein Abzug nämlich zu leicht eingestellt, muss dieser das Gewehr auseinandernehmen um das Abzugsgewicht zu korrigieren. Beim dritten Versuch hielt der Abzug dann aber doch noch dem vorgeschriebenen Gewicht stand. Nachdem die Munition gefasst war, trafen wir uns wieder im Festzelt. Für die Meisterschaftsschützen begannen nun die ersten Vorbereitungen. Ein Grossteil unserer Sektion ging dann mit Fahrer Heinz Leu auf einen Ausflug. Vier Schützen verzichteten indes auf diesen Ausflug, sie wollten vor Ort sein, wenn die ersten Kranzresultate geschossen werden. Deshalb verweilten sie bei einem? Glas Wein und einem Pandur im Festzelt, was sich als fataler Fehler herausstellen sollte. 

Das Meisterschaftsprogramm mit 40 Schuss liegend und 20 Schuss kniend, forderte von unseren vier Teilnehmern Jakob Diezi, Charles Götschi, Stefan Meier und Thomas Meier vollste Konzentration. Fachmännisch betreut durch Leo Staub und Wolfgang Jlg, lief es Jakob und Stefan recht gut. Am Schluss stand das erfreuliche Resultat fest: Jakob Diezi mit 487 Punkten und Stefan Meier mit 492 Punkten erreichten ein Resultat, das zum Bezuge der kleinen Meisterschafts-Medaille reichte. 

Vom Schiessplatz aus gingen die vier Meisterschaftsschützen und ihre Betreuer direkt zum Fahrzeug. Die Reise ging nun auch für sie weiter nach Lausanne ins Hotel Mövenpick. Nach dem Zimmerbezug gab es ein Nachtessen. Doch hallo, da fehlen doch noch vier Kameraden... und die Standarte! Diese weilten nämlich noch in Bière. Sie hatte man in der Nervosität ganz vergessen. So musste Leo Staub nochmals hinauf nach Bière fahren um die Vergessenen abzuholen.

Am Samstag hiess es früh aufzustehen. Ab 7‘30 Uhr hatten wir reservierte Scheiben. Das Wetter meinte es gut mit uns, wenigstens während des Schiessens regente es nicht. So kamen schnell die ersten Kranzresultate zustande. Herbert Rickenbach lief es aber anfangs gar nicht so gut. Nachdem er nachgelöst hatte, schoss er mit der Wut im Bauch im Kranzstich gleich 29 Punkte und doppelte im La Côte nach. Uschi Gilg erzielte gleich beim ersten Anlauf zwei Kranzresultate. Im Kranzstich holte sie sich dann ebenfalls mit 29 Punkten den Dreifachkranz. Bei Leo Staub erübrigte sich die Frage, ob es gereicht habe. Nach jedem absolvierten Programm konnte er unsere Glückwünsche entgegennehmen. Sieben Stiche, sieben Kranzresultate, lautete seine makellose Bilanz. Als Jakob Diezi im Sektionsstich das Maximum schoss, keimten Hoffnungen auf, endlich den ersten Goldlorbeerkranz zu holen. Leo Staub und Wolfgang Jlg mit 49 Punkten sowie Franziska und Stefan Meier mit 48 Punkten stärkten diese Hoffnungen. Nachdem alle mit mehr oder weniger gutem Erfolg die Programme absolviert hatten, ging es zurück ins Festzelt. Dort begann die grosse Rechnerei. Jakob konnte es nicht glauben, als er das Sektionsresultat errechnet hatte. Charles Götschi hatte aber unterdessen das offizielle Resultat aus dem Computer ausgedruckt: 48,782 Punkte! Sensationell, vierter Zwischenrang in unserer Kategorie gesamtschweizerisch! Jetzt stieg die Stimmung noch mehr an. Getränke und Zigarren waren angesagt. Kranz um Kranz gesellte sich in unsere Mitte. Nach dem Gruppenfoto ging die Reise allmählich weiter. Wir fuhren in Richtung Fribourg. Nach dem Halt an der wohl schönsten Autobahnraststätte, La Gruyère, erreichten wir Fribourg. Im Hotel de la Rose bezogen wir die Zimmer. Der Lift war leider ausser Betrieb. So mussten wir die Zimmer über die Treppen erreichen. Jakob hatte dabei doppeltes Pech: Sein Zimmer befand sich im vierten Stock. Als er oben war, fand er seinen Zimmerschlüssel nicht. So ging er eben wieder hinunter zur Reception. Dort war aber kein Schlüssel mehr. Er fand ihn dann doch noch... in seiner Hosentasche.

Im Schwarzen Adler, mitten in Fribourg, gab es ein Nachtessen. Die Stimmung war gut, obwohl der eine oder andere mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte. Auf unser tolles Sektionsresultat wurde nochmals ausgiebig angestossen. Am Sonntag ging es um zehn Uhr weiter. Ziel war der letzte Höhepunkt der dreitägigen Resie: Besichtigung des Flughafens Zürich-Kloten unter kundiger Führung von Willi Bäumli, Salenstein. Er führte uns im Bus durch das Flughafengelände und zeigte uns die verschiedenen Abteilungen. In einem Hangar konnten wir ein Flugzeug aus nächster Nähe begutachten. Der Pistendienst mit den diversen Räum- und Reinigungsfahrzeugen beeindruckte. Start und Landungen wurden bestaunt. Nach der Fahrt ans Pistenende, wo es leider wieder zu regnen begann, überraschte uns Willi in einer Halle mit einem Apéro. Die zweistündige Besichtigung war sehr interessant, Willi, herzlichen Dank. Nun ging es aber endgültig wieder zurück in den Thurgau. Im Schwanen Steckborn gab es nochmals ein Nachtessen. Im Löwen Mannenbach liessen wir dann die Mission Bière endgültig ausklingen.   Der Verfasser: Beat Stücheli

Begebenheit am Gangfischschiessen 1997

Das Gangfischschiessen 1997 ist schon längere Zeit vorüber. Man spricht schon fast nicht mehr davon. Eigentlich unverständlich. Denn ein Ereignis am Gangfischschiessen 1997 machte schon Monate vorher, genauer gesagt, 12 Monate vorher, Schlagzeilen. Leider wurde bisher nie darüber berichtet. Denn damals am Gangfischschiessen 1996 verpasste ein Maurermeister, wohnhaft an der Kafigasse im Oberdorf Mannenbach-Westerbach, das Kranzresultat. Damit hatte er eine Wette verloren. Begonnen hatte das Ganze aber bereits nach dem Gangfischschiessen 1995, als ein Vertrag mit nachstehendem Wortlaut aufgesetzt wurde: Sonntag, 10. Dezember 1995 - Alle hier Anwesenden bestätigen bei vollem, geistigem und moralischem Bewusstsein, dass Robert Keller, Hoch und Tiefbau, Mannenbach, sich geäussert hat, im Jahre 97 nach Jesus Geburt und 1900 Jahre, in Badehose und barfuss am Gangfischschiessen zu erscheinen, falls er Anno 1996 im Monat Dezember, in Ermatingen die geforderte Punktezahl von 91 Punkten (ohne Probeschüsse), nicht erreichen wird. Die zeichnungsberechtigten Anwesenden: Diverse Unterschriften.

So ergab es sich dass am Samstag, 13. Dezember 1997 um ca. 10 Uhr ein Raunen duch die Menge ging, als besagter Schütze der Araber Salenstein, vor dem Schiessen einen Tenüwechsel vollzog. Die Zeugen des damaligen Vertrages bezeugen nun, dass Robert seine verlorene Wette bravourös eingelöst hat. Trotz kühler Witterung hat er das Gangfischschiessen 1997 barfuss und nur mit einem Badeanzug bekleidet, absolviert. Er schoss unter diesen erschwerten Bedingungnen immerhin noch gute 89 Punkte. Diese Begebenheit dürfte in der Umgebung Ermatingen noch lange zu Reden geben.

1993 - Einbau Munitionstresor und Geburt der

Schweizerischen Sektionsmeisterschaft

Vor Beginn der Schiesssaison 1993 wurde in einer Blitzaktion ein Tresor für die Lagerung der Munition im Schützenhaus eingebaut. Mit dem Umbau der Kantonalbank in Ermatingen wurde ein Tresor frei. Obwohl dieser schon weggegeben war, konnte er durch die intensiven Interventionen von Beat Kornmaier doch noch nach Salenstein gelangen. Am Samstag, 3. April waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Castellschiessen in den Löwen in Mannenbach eingeladen wo der Castellspeck der als Gruppenpreis in Tägerwilen abgegeben wurde, verzehrt wurde. Eine stattliche Zahl fand sich zur vereinbarten Zeit ein. Das Fass Bier wurde von Norbert Broglié offeriert. Herzlichen Dank. Danke auch an Otto Fehr, der unsere drei Speckseiten während einer Woche in seiner Rauchkammer nachräucherte und abhangen liess.  

Es war auch 1993 wiederum der Fall, dass diverse auswärtige Pflichtschützen in unserem Verein das Obligatorische schossen. Die 67 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedeuten Höchstbeteiligung. Die Rangliste wurde angeführt von Leo Staub, der mit nur vier Verlustpunkten den Standrekord von drei Standschützen egalisieren konnte und damit einen neuen Vereinsrekord aufstellte.

1993 wurde zum ersten Mal die Schweizerische Sektionsmeisterschaft (SSM) ausgetragen. Unser Verein beteiligte sich in der Kategorie 4. Die 25 Teilnehmer schossen einen Sektionsdurchschnitt von 46,549 Punktenn und erreichten unter 275 klassierten Sektionen den 81. Rang. Beste Resultate erreichten: Heinz Nater 48 Punkte, Jakob Diezi 47 Punkte, Norbert Broglié, Charles Götschi, Anton Stücheli und Beat Stücheli je 46 Punkte. 

Es «Nateret» in den Vereinsranglisten

1976 schaffte es zum ersten Mal in der Geschichte der Militärschützen ein Nater unter die ersten Drei der Jahresmeisterschaft. Peter klassierte sich mit nur einem Punkt Rückstand auf Sieger Fritz Roder im zweiten Rang, vor Hans Ernst. Peter gewann in diesem Jahr vereinsintern das Bezirkswettschiessen. 1978 und 1979 wurde Peter wiederum Zweiter in der Jahresmeisterschaft. Von 1982 bis 1988 holte er dann sechs Jahresmeisterschaften. 1984 gewann er das Freundschaftsschiessen in Triboltingen und das Feldschiessen. Unterbrochen wurde Peter's Siegesserie 1985 durch Jakob Diezi, welcher seinerseits seinen ersten Sieg feiern konnte. 2001 feierte Peter Nater seinen siebten und bislang letzten Sieg in der Jahresmeisterschaft.

1981 konnte auch Heinz Nater die Jahresmeisterschaft gewinnen. Er verwies damals Heinrich Hutterli und Armin Schibli auf die weiteren Plätze. Wie sich später herausstellen sollte, war es seine einzige Klassierung unter den ersten Drei der Jahresmeisterschaft.

1982 - Bezirkswettschiessen in Salenstein, Organisation Militärschützen

Bericht im Bote vom Untersee: Am 5., 19. und 20. Juni 1982 wurde in Salenstein das Bezirkswettschiessen ausgetragen. 465 Schützinnen und Schützen (10 weniger als im Vorjahr) schossen das Programm: 6 Schüsse Einzelfeuer auf Scheibe A10. Vier Damen und 159 Herren erreichten das Kranzresultat, was einer Kranzquote von 35,05% entspricht. Von den Militärschützen konnte sich Armin Schibli mit 54 Punkten weit vorne in der Rangliste klassieren. Die höchste prozentuale Beteiligung erreichten die Militärschützen Salenstein mit 72,72% und sind einmal mehr Gewinner des Ernst-Gremlich-Wanderpreises. Anschliessend an das Bezirkswettschiessen wurde der Präsidentencup durchgeführt. Teilnahmeberechtigt waren alle Sektionspräsidenten und der Bezirksschützenvorstand. Nach einem gemeinsamen Mittagessen auf dem Schiessplatz serviert, wurde die 1. Runde ausgelost. Da das Bezirkswettschiessen-Programm zur ersten Runde zählte, konnten sich die Hälfte der Anwesenden Wettkämpfer zur 2. Runde in den Schiessstand begeben, wo schliesslich Walter Keller aus Homburg mit 71 Punkten siegte. 

Schützenreise vom 30. Mai 1948

Morgens halb 5 Uhr Tagwache. Ein Blick ins Freie zeigt mir dass der Himmel seine Schleusen geöffnet hat. Dennoch hoffe ich der Wettergott möge sich unserer noch Erbarmen. Und richtig als ich mich auf den Bahnhof begebe hat es aufgehört zu regnen. Um 6.50 Uhr naht der blaue Saurer und wir steigen ein, machen es uns recht bequem und schon fahren wir über den Arenenberg in den Hof hinauf, wo auch noch einige einsteigen. Dann geht‘s nach Fruthwilen. Hier haben die Dreizehner offenbar einen recht guten Schlaf denn es dauert ziemlich lange bis alle Mann an Deck sind. Nun geht es aber richtig in Fahrt, über Märstetten - Affeltrangen - Wil - Toggenburg - Wattwil - Ricken - Rapperswil. Hier machen wir einen kurzen Halt. Fast alle begeben sich ins Hotel Speer und erfreuen sich an einem heißen Kaffee, es hat zwar einige, die sich jetzt schon an ein Glas Wein gewöhnen. Um 8.15 Uhr geht es wieder weiter, über den Seedamm gelangen wir in den Kanton Schwyz. Dann geht es bergauf über Schindellegi, Schwyz nach Brunnen. Hier gibt es im goldenen Adler einen feinen Znüni, Restaurationsbrot, Fuhrmanns-Portion und Wein dazu. Nach dieser Stärkung bleibt uns noch Zeit Brunnen und Umgebung anzusehen. Einige möchten gerne ein Andenken kaufen aber als sie nach den Preisen fragen, fallen sie fast in Ohnmacht, denn es sind wirklich Apothekerpreise. Inzwischen naht das Schiff, und nach einer kurzen Seefahrt landen wir auf dem Rütli. Nachdem wir die Wiege unseres Heimatlandes verlassen haben, geht‘s ins Restaurant Rütli, wo noch einige das Schweizernationalspiel üben. Trotz vier Bauern bleibt der Kampf unentschieden. Schon ist es Zeit zur Rückfahrt nach Brunnen. Hier sind die Tische schon gedeckt und wir nehmen das Mittagessen ein. Um ca. 2 Uhr verlassen wir Brunnen und fahren nun den herrlichen Gestaden des Vierwaldstättersees entlang nach Luzern. Laut Reiseplan haben wir 11/2 Stunden  Aufenthalt. Gruppenweise begibt man sich in die verschiedensten Restaurants, Caffees, ja sogar in Baaren und Danzings. Einige haben sich so intim amüsiert, dass sie mit 20 Minuten Verspätung zum Auto gelangen, und erst noch eine Reinigung von Schminkespuren vornehmen müssen. Um 17.20 Uhr verlassen wir Luzern. Nun geht die Fahrt über Zug - Albis - Sihltal nach Adliswil. Im Restaurant Linde gibt es einen feinen Zobig, nämlich Schinken mit Ei und Salat. Der Schneckentaler hat bei einigen bereits Spuren hinterlassen das heisst rote Wangen und ein gutes Mundstück. Ein paar Liebesbedürftige heben eine tolle Katze auf die Motorhaube des Autocars, um ein süsses Andenken in Form einer Foto zu besitzen. Nun müssen wir aber aufbrechen. Über Zürich - Winterthur gelangen wir nach Frauenfeld, wo wir noch einen letzten Schoppen nehmen. Inzwischen ist es Nacht geworden und wir begeben uns auf das letzte Teilstück unserer Reise, über Pfyn - Steckborn - Berlingen erreichen wir Mannenbach um ca. 10 Uhr. Hier nehmen wir Abschied von den Kollegen aus Obersalenstein und Fruthwilen. Wieder ist ein Tag voller Schönheit unseres Heimatlandes an uns vorüber gegangen. Morgen werden wir wieder pflichtgetreu der Arbeit folgen. Wir wollen aber auch unserer wohlwollenden Gönnerin Frau Saurer gedenken, und ihr ein ehrbares Andenken bewahren.

An dieser Stelle drängt sich die Frage auf, wo denn unsere Kameraden die Frau Saurer getroffen haben? Schliesslich wurde diese Reise ja auf ihre Einladung hin unternommen. 

Beim Durchblättern des Briefordners wurde dann aber schnell klar, dass Frau Saurer aus gesundheitlichen Gründen die Einladung nicht wahrnehmen konnte. Wie aus den diversen Briefen ersichtlich wurde, war nach dem Rütli eine Weiterfahrt nach Morschach geplant wo Frau Saurer gemäss Schreiben ein Landhäuschen besass. Weil ihr Gesundheitszustand nach einem Spitalaufenthalt keinen Besuch zuliess, hat Frau Saurer ihrem Schreiben vom 21. Mai 1948 für das Mittagessen beim Ausflug aufs Rütli dreihundert Franken beigelegt. Ein Treffen mit ihr kam also nicht zustande. Im Mai 1952 hat dann Frau Saurer die Militärschützen nochmals zu sich nach Morschach eingeladen. Aus den Unterlagen ist aber nicht ersichtlich, ob man der Einladung gefolgt ist. 

Das Jubiläumsschiessen 1947

Samstag, 7. Juni - Gemeinsame Sitzung des Org. und des Schiesskomitees im Alpenrösli Fruthwilen. Hier wurden die letzten Instruktionen erteilt. Im Fernern wurde beschlossen, mit dem Anschreiben der Schiessbüchlein am Montag, den 9. Juni zu beginnen. Es stellten sich hierfür einige Komitierte freiwillig zur Verfügung. Arbeitsplatz Schulhaus Fruthwilen, Arbeitsschulzimmer.

Montag, 9. Juni - Folgende Herren treffen sich im Schulhaus Fruthwilen um die Schiessbüchlein anzuschreiben: Siegfried Hanloser, Jakob Gilg, Jakob Rickenbach, Hans Gremlich, Walter Jlg, Ernst Nydegger, Jakob Oettli, Willi Altherr und der Sprechende (Fritz Singer). An 2 Abenden sind für alle angemeldeten Schützen, 978 an der Zahl angeschrieben. Die Stammkarten und die Zahlungsanweisungen waren genau in den Registrierkassetten eingereiht.

Freitag, 13. Juni - Um 18.00 Uhr trifft Herr Bruno Christ im Löwen Mannenbach ein. Er wird von Hans Gremlich und dem Sprechenden empfangen. Dann geht es per Auto zum Festplatz. Herr Christ ist sehr erstaunt darüber, dass alles vorbereitet ist. Nun werden jedem Funktionär die letzten Instruktionen erteilt. Dann geht es nach Hause.

Samstag, 14. Juni - 1. Festtag. Punkt 07.00 Uhr wird vom Sprechenden der Signalschuss zum Beginn des Festes abgefeuert. Sogleich beginnt auf allen Scheiben ein reger Schiessbetrieb. Die Schützen haben sich schon recht zahlreich eingefunden, so dass alle Scheiben immer gut besetzt sind. Wir können konstatieren, dass der Betrieb auf allen Gebieten gut organisiert ist. So rückte der Uhrzeiger auf 12.00 Uhr. Auf einen Signalschuss wurden die Scheiben eingezogen und der Schiessbetrieb unterbrochen, damit Zeiger, Warner und das Büropersonal das Mittagessen einnehmen konnten. Man entschloss sich abends länger als bis 19.00 Uhr zu schiessen. Beinahe um 20.00 Uhr werden die Scheiben eingezogen. Im Schiessbüro musste man feststellen, dass die Kranzauszeichnungen nicht ausreichten. Es wird sofort eine weitere Lieferung bestellt. Müde kehrten alle Funktionäre heim.

Sonntag, 15. Juni - Schon gleich um 6.00 Uhr hatte sich schon eine recht ansehnliche Schar Schützen eingefunden. In Schlangen standen die Schützen vor dem Marken- und Munitionsstand. Um 6.30 Uhr wurde Feuer frei gegeben. In allen Ständen herrschte reger Betrieb. Der Wettergott Petrus schien uns aber nicht gerade hold zu sein. Er öffnete die Schleusen dass es in Strömen regnete. So machte dann unsere Festwirtschaft gute Geschäfte. Am Nachmittag kam dann die Sonne zum Vorschein und brachte eine grosse Schar schaulustigen Volkes auf den Festplatz. Die Festwirtschaft hatte so einen guten Tag. Wie auch am Vortag wird auch am heutigen Sonntag länger geschossen.

Freitag, 20. Juni - Infolge starker Beteiligung wird der heutige Tag eingeschaltet. Wider erwarten trifft eine grosse Schar Schützen ein. Bald herrscht ein sehr reger Betrieb.

Samstag, 21. Juni - Infolge Einschaltung des Freitags ist heute der Schiessbetrieb eher etwas flau. Es wird aber immer noch auf allen Scheiben geschossen. Abends wird um 18.00 Uhr der Schiessbetrieb eingestellt. Jeder geht rasch nach Hause um sich für die Jubiläumsfeier bereit zum machen. Um 20.30 Uhr eröffnet der Sprechende mit einem Willkommensgruss an die sehr grosse Festgemeinde die schlichte Feier. In bunter Folge wechseln Darbietungen des Frauenchors, Männerchors und des Turnvereins ab. Dazwischen spricht Herr Gemeindeammann E. Rickenbch zu der Festgemeinde. Nach Schluss der Feier sorgt eine Tanzkapelle für die nötige Stimmung. Leider hat aber Petrus wieder einmal seine Schleusen geöffnet. Aber die Festbesucher harren aus. Es waren denn noch nicht alle vom Festplatz verschwunden, als schon die ersten Schützen wieder eintreffen!

Sonntag, 22. Juni - Schon früh ist wieder eine grosse Schar Schützen auf dem Platze. Als man ins Büro wollte, bemerkt man, dass der Präses (Präsident) noch nicht auf dem Platz ist. So wird dann einfach ins Büro eingebrochen. Am Mittag wird das Schiessen nicht unterbrochen, damit man frühzeitig abbrechen kann. Um 14.00 Uhr treffen im Gasthaus Bellevue in Fruthwilen die Sektonsfahnen ein. Sie wollen unserer neuen Fahne des Ehrengeleite geben. Um 14.30 Uhr stellt sich der Festzug auf. Voran die Musikgesellschaft Ermatingen, gefolgt von den 4 Ehrendamen mit der neuen Fahne, dann die Sektionsfahnen, Komitee und am Schluss der Turnverein Salenstein. Kaum war der kleine Zug ein Stück Weges gegangen, als Petrus die Schleusen öffnete. Ganz durchnässt gelangte der Zug auf dem Festplatz an. Hier herrscht ein sehr reger Betrieb. Die Festhütte ist bis auf den letzten Platz besetzt. Im Schiessstand wird noch rege geschossen. Um 16.00 Uhr wird das Schiessen beendet. Unterdessen sind im Schulhaus Fruthwilen die Sektionsresultate ermittelt worden. Die ganze Festgemeinde kann es kaum erwarten, bis der Sprechende mit den Ehrendamen zur Bühne schreitet. Leider hat Petrus kein Einsehen mit uns. Es regnet weiter. So wird aber doch mit der Fahnenweihe begonnen. Herr Dir. Lüdi stellt sich auf die oberste Stufe der Treppe vor der Bühne. Er spricht mit warmen Worten zur Festversammlung und gibt dem Wunsche Ausdruck, dass sich die Bande der Freundschaft zwischen den beiden Gesellschaften noch enger schliessen möchten. Unter den Klängen des Fahnenmarsches entrollen die Ehrendamen die neue Fahne und reichen sie dem Festredner. Dieser zeigt sie dem Publikum, das sichtbar erfreut ist, ob der Pracht dieser herrlichen Fahne. Dann überreicht Herr Lüdi die Fahne dem Sprechenden, mit dem Wunsche, unsere Gesellschaft möge in Zukunft unter diesem Zeichen zum friedlichen Wettkampfe ausziehen und lorbeergeschmückt nach Hause kehren. Nun ist die Reihe zum Reden an mir. Ich verdanke zuerst die Fahne der edlen Spenderin, Frau Saurer. Nun wird auch der Patensektion gedankt und derselben ein Zinnteller mit dem Schloss Arenenberg und dem Thurgauer Wappen überreicht. Dann überreichte ich die Fahne unserem Fähnrich, Ernst Nydegger, mit dem Wunsche, er möchte sie immer in guter Obhut halten. Nun hat es aufgehört zu regnen. Die Ehrendamen stellen sich auf die Bühne. Die Rangverkündigung wird bekannt gegeben. Unsere Leute setzen sich zusammen mit dem Fähnrich der Patensektion, Herrn Emil Friedrich zu einem gemütlichen Schoppen. Um 20.15 Uhr kommt der Turnverein wieder auf den Festplatz. Dann geht es mit Trommelklang über Salenstein nach Fruthwilen ins Bellevue. Dort sitzt man dann noch gemütlich beisammen. So hat nun ein Fest seinen Abschluss gefunden. Aber für einige Komitierte beginnt nun eine grosse Arbeit. Die Rangliste für die Stiche müssen erstellt werden. Das nimmt einige Abende in Anspruch. Der Festkassier hat nun ebenfalls sehr viel Arbeit.

Nachfolgend noch einige Kommentare von Siegfried Hanloser zum Fest

Was für Arbeiten die Verdauungs-Organe der Teilnehmer des Festes zu leisten hatte, zeigen folgende Zahlen: 1. Es wurden getrunken 238 Lt. Wein, 2755 Fl. Bier, 42 Lt. Süssmost und 38 Gläsli gebranntes Wasser (Schnaps). 2. An Esswaren wurden verschlungen total 1710 Würste, 10 Port. Käse, 10 Port. Spagetti, 84 Teller Suppe, 123 Gipfel, 610 Nussgipfel, 200 Stückli, ferner wurden 4 compl. Mittagessen verabfolgt. Gegen Gutscheine wurden abgegeben an Zeiger, Warner, Servier-, Küchen- und Hilfspersonal 4 Lt. Wein, 346 Flaschen Bier, 93 Fl. Süsswasser, 31 lt. Süssmost und 1 Mineralwasser. An Esswaren 257 Schützenwürste, 204 Schüblinge, 35 Bratwürste, 273 Port. Käse, 144 compl. Mittagessen, 43 Teller Suppe mit Brot und 11 Nachtessen. 4. An die Vereine wurde abgegeben: Würste 113 und 67 Fl. Bier. 5. Durch Bruch gingen verloren: Wein 2 Lt., Bier 116 Fl., Wasser 16 Fl., Süssmost 18 Lt. und Würste 21 Stück.

Schützenreise nach Zermatt

Aufgeregt erscheint am 4. August um 22.45 Uhr unser Bahnhofvorstand Marcel Harder bei uns und erklärt: „Der Fahrplan ist falsch, die Militärschützen müssen eine Stunde früher losfahren, ansonsten sie keine Reisebegleitung haben!“ Nachts um 23 Uhr ist unser Präsident Jakob Diezi bereit, mir die nötigen Telefonnummern zu geben. Alle sind zu Hause und können informiert werden. Welch ein Beispiel: Vor einer anstrengenden Reise bleiben die Militärschützen zu Hause, erholen sich und gehen früh zu Bett! Am kommenden Tag besammeln sich 16 Personen auf dem Bahnhof Mannenbach. Jakob trifft in letzter Minute ein. In Kreuzlingen heisst es umsteigen auf den Eilzug. Von nun an gehören wir zur Reisegruppe Konstanz. Unser Reiseleiter trägt eine rote Erkennungsmütze, also heisst er Rotkäppchen! Uns verteilt er kleine Zügli zum Anheften und erlaubt uns, dass unsere Gruppe zusammensitzen darf. Die Fahrt führt uns über Rorschach durchs Rheintal bis nach Chur. Auf dieser Strecke packt Richi Herzog wie bei jeder anderen Reise seinen obligaten mitgenommenen Znüni aus. Diesmal spotten die anderen nicht nur, sondern sehen neidisch zu wie die Beiden ihr Brot verschlingen. Das Wetter ist schön und heiss, jedoch in diesem Zug wird nichts serviert, wir verdursten fast. Auch in Chur bleibt keine Zeit zum Einkaufen, da wir sofort umsteigen müssen. Nun sitzen wir im Glacierexpress 1. Klasse. Im schönen Disentis sind wir froh, endlich einmal die Füsse ein wenig vertreten zu dürfen. Das Gepäck kann im Wagen gelassen werden, da er abgeschlossen wird. Nach einem fünfminütigen Fussmarsch setzen wir uns gemütlich an den Mittagstisch im Hotel Schlaraffenland. Unser sportlicher Gruppenvater Leo ist wohlweislich vorausgeeilt damit alle Militärschützen zusammen sitzen dürfen. Wehe den andern, die unsere Plätze einnehmen möchten. Die Menükarte lautet: Suppe, Geschnetzeltes, Spätzli und Gemüse. Vom Dessertbuffet kann sich jeder herzhaft bedienen. Unser Feinschmecker Leo kommt fast auf seine Rechnung! Einige schlendern dann im Dorf umher, andere besuchen die schöne Barockkirche.  Für die Männer gibt es am Bahnhof einiges zu sehen. Die Lokomotiven, das Rangieren usw.. Plötzlich entdeckt Jakob Diezi, dass ein Zugwagen, angeschrieben mit Militärschützen Salenstein, leer vorbeifährt. Irgendwo war in der Organisation ein Durcheinander. Trotzdem geht die Fahrt weiter. Eine herrliche Aussicht in die Bergwelt und ins Urserental liegt uns vor. In Andermatt steht plötzlich Hanspeter Jlg am Fenster vom Zug in der Gegenrichtung und ein freudiges Geschrei beginnt. Er prophezeit uns schönes Wetter in Zermatt. 

In Brig dauert dann der Aufenthalt länger, wegen Lokomotivwechsel. Einige schnappen frische Luft auf dem Perron. Plötzlich ertönt eine uns bekannte Stimme aus dem Lautsprecher: „Intercity Brig-Lausanne-Genf-Lyon und zu Fuss nach Paris.“ Die übrige Reisegesellschaft ist fassungslos und irritiert. Sie steigen sofort ein. Unser Leo hat sich wieder einmal einen Schabernack erlaubt. Nachträglich ertönt schallendes Gelächter. 

Auf dem Weg nach Zermatt gewinnen wir immer mehr an Höhe, was bei Heidi Rickenbach auch Nebenerscheinungen auslöst, sie ringt nach Luft. Nach der Gesichtsreinigung mit einem Erfrischungstüchlein geht es ihr wieder besser. Die Fahrt wird auch langsam mühsam vom langen Sitzen und alle sind müde und verkrampft. Margrit Jlg schiesst Bilder von den komisch schlafenden Gestalten. Endlich in Zermatt angekommen, sind wir froh, aussteigen zu dürfen und nach wenigen Gehminuten erreichen wir das Hotel bei bedecktem Himmel. Das Nachtessen ist nicht von besonderer Qualität. Leo findet jedoch, er habe bezahlt und wollte auch genug essen, somit bestellt er Pommes Frites nach. Gemeinsam begaben wir uns dann auf einen Dorfbummel. Einige begeben sich dann ins Hotel, andere sitzen noch bei einem Schlummertrunk. Die Unersättlichen wollen dann noch das Nachtleben geniessen. Sie müssen sich mit einem modernen Dancing begnügen. Mit ihnen beginnt jedoch die Stimmung. Auf Wunsch von Margrit Jlg jun. wird der Zillertaler Hochzeitsmarsch gespielt und getanzt. Die Teenager‘s kennen so etwas nicht und können nur verwundert zuschauen. 

Am Morgen fehlt die Sicht auf das Matterhorn. Trotzdem fahren fast alle zum Gornergrat in der Hoffnung, der blaue Himmel erscheine doch noch. Da Heidi Mühe hat, bleibt sie mit ihrem Mann unten. Jakob Diezi und einige von den Übernächtlern werden auch plötzlich weiss bei der Fahrt. Da uns die Sicht verwehrt bleibt, fahren einige sofort wieder zurück.

Am frühen Mittag fährt uns der Glacierexpress nach Brig. Dort heisst es umsteigen auf die Bern-Lötschberg-Simplon-Linie. Nach dem Umsteigen erkundigt sich ein Reisender der deutschen Gesellschaft nach unserem Schlimmsten, er habe schon lange nichts mehr von ihm gehört, ob wir ihn verloren haben? Zwischen Brig und dem Lötschbergtunnel verteilen die Reiseleiter den Abendlunch. Jeder bekommt ein Paket mit einer Alufolienplatte darin. Inhalt: Kaltes Fleisch, Brötchen, Butter, kleiner Zwetschgenkuchen. Herbert Rickenbach ist entrüstet über den modernen Service. Er kann sich nicht an diese Art gewöhnen, wir amüsieren uns köstlich. Im Tunnel schlafen alle bis an die chronischen Jasser. Weiter geht die Fahrt nach Bern. Hier steigen wir um in den Eilzug. Agnes und Peter Nater verlassen uns dann in Weinfelden. Wir dürfen sitzen bleiben, da der Wagen umgehängt wird. Da bei unserem Wagen eine Schraube zu fest angezogen wurde, plus zu wenig Personal, lautet das Ergebnis zehn Minuten Verspätung wegen den Militärschützen. In Kreuzlingen werden wir dann schon erwartet. Der Kondukteur delegiert uns ins 1. Klass-Abteil. Dort treffen wir auf unseren Bahnhofvorstand Harder. Interessiert möchte er Auskunft haben über die Reise. Am Bahnhof Mannenbach werden wir wieder herzlich begrüsst von unserer treuen Bigi. Die Älteren unter uns verabschieden sich. Der Rest begibt sich ins Restaurant Schäfli, die einen stillen noch ihren Hunger. Müde verabschieden wir uns. Die Verfasserin: Vreni Nater.

1968 Feldschiessen in Salenstein - Einmarsch der Berlinger Schützen zusammen mit der Berlinger Musikgesellschaft von der Burst her kommend.
1968 Feldschiessen in Salenstein - Einmarsch der Berlinger Schützen zusammen mit der Berlinger Musikgesellschaft von der Burst her kommend.

1977 - Der Name «Sutacher» wird zum ersten Mal erwähnt

Zum ersten Mal nimmt eine Gruppe der Militärschützen mit Namen «Sutacher» am Gangfischschiessen teil. Diese Gruppe klassierte sich mit 498 Punkten im 137. Rang von 251 klassierten Gruppen. Es nahm noch eine zweite Sutacher-Gruppe teil. Dessen Rang konnte leider nicht ausfindig gemacht werden. Urs Rickenbach war mit 94 Punkten der Höchste aller Militärschützen. In den Unterlagen steht noch Folgendes: Der Schütze Walter Meier wurde durch Unfall an der Teilnahme verhindert. Ersatz: Friedrich Emil 29, Mitglied der Standschützengesellschaft. 

Über das Schnappschiessen wurden unter dem Titel «Besonderes seit 1974» folgende Begebenheiten vermerkt: 1974, Zehnernote von W. Burkhart mit leeren Munitionspäckli verbrannt. 1976, Bei einer Trainingsübung hatte Peter Singer Probeschnaps mitgenommen. Folge: Walter Meier bemerkte erst einige Stunden später, dass er das Gebiss weggespühlt hatte. Kostenpunkt ca. 600 Franken. 1977, Nach dem Training wurde die Brille von Leo Staub auf dem Autokühler von Jakob Diezi nicht bemerkt. Die Brille wurde (Gläser und Gestell einzeln) bis zur Turnhalle hinunter verstreut und wieder gefunden.

Reisebericht Eidgenössisches Schützenfest Luzern 1979   

Die überstelligen Schützen mit einer Schützin sammeln sich im Restaurant Frohsinn in Mannenbach. Die Stimmung ist schon sehr gemütlich, da bemerkt Röbeli Keller, dass er in Luzern ja ein Gewehr braucht zum Schiessen. Ohne geht dies dem Anschein nach nicht. Robert, wie der Blitz er nach Hause flitzt und kommt zur Freude aller andern mit dem Gewehr beladen in den Frohsinn gestürmt. Danach geht’s auf Richtung Bahnhof denn schon um 09.28 Uhr fährt der Zug. Doch vorher noch schnell ein Küsschen an die Schützengattinnen die treu auf dem Bahnhof sich versammelten. Jack, der Präsident, beginnt seine Schäfchen zu bekleiden, er verteilt allen eine Mütze, gelb und hoch, oh so schön war sie. Da, der Zug fährt ein, schon guckt der Peter aus dem Fenster und ruft hier einsteigen. Tja und dann ging’s ab mit der Post. In Steckborn dann, steigt der Leo schliesslich noch mit der Freundin ein. Jetzt kann die Fahrt nach Schaffhausen, Zürich und schliesslich Endstation Luzern in aller Ruhe abgehalten werden denn die Meute war jetzt zusammen. Richtung Luzern, die Fenster waren offen, gings dem Peter plötzlich schlecht denn ein Luft kam herbei und Peter‘s Mütze, eins, zwei, drei, lag neben den Bahnschienen auf Nimmerwiedersehen. In Luzern dann angekommen wurde um 12.40 Uhr das Kantelement bezogen. Anschliessend freuten sich alle auf den wohlverdienten Zmittag. Schüblig oder Bratwurst mit Kartoffelsalat war das grosse Angebot im Festzelt aber die Stimmung der Schützen war gut. Nach einem Kaffee wurde schliesslich auf dem Schiessplatz spioniert. Der Stand war besichtigt, also war eine Einkehr im Festzelt verdient. Danach stürmte man noch Luzern, man wollte schliesslich die Stadt erleben und kennen lernen. Zum Glück fehlte uns auch kein Reiseleiter. Der Jack kennt diese Stadt sehr gut, also auf ihr Schützen, die Stadt erobern. Im Regen liefen sie dahin und die Gesichter wurden lang und länger, denn unser Reiseleiter wusste nicht was wo stand und was wo ist. Schliesslich nass genug vom Luzerner Regen ging’s in ein Café hinein, direkt an einem Fluss. Dort fischte ein Jüngchen und Heinz begann mit seinem Fischerlatein. Der Kaffee beendet ging’s zurück in die Allmend denn dort fand um 19.00 Uhr das Kegeln der Militärschützen in der Sporthalle statt. Der Kegelabend war lustig und beschwingt. Schliesslich ging man dann zu vorgerückter Stunde ins Bett. 

Am Samstag den 21. Juli wurde im Militärgarten zuerst richtig z‘mörgelet. Danach ging’s auf, die kleinen Wilhelm Tell wollten es schliesslich wissen, wer nun der Grösste und Beste war. Am Mittag traf dann noch Verstärkung ein, David Jlg, Heinrich Hutterli, Armin Schibli und Herbert Rickenbach. Diese vier Schützen verliessen jedoch nach geschossener Pflicht uns wieder, was im Allgemeinen bedauert wurde. Am Abend schliesslich ging’s wieder auf nach Luzern. Dieses Mal stellte sich der Präsident als Reiseführer zur Verfügung und siehe da, zuerst steuerte er in ein Restaurant wo das Nachtessen vorzüglich schmeckte. Aber es sollte noch toller kommen, denn er führte uns in den Stadtkeller. Dort herrschte eine Stimmung, einfach herrlich. Die Musik die da spielte war einfach fantastisch, Fudeli brachte dann auch sofort ihre Wünsche an, die dann auch erfüllt wurden. Mit vorwärts, rückwärts, ein Hut, ein Stock ein Fässchen Bier eilten wir auf den letzten Bus. In der Allmend angekommen, wollte man sich zu Bett begeben, aber siehe da Peter und Walter waren noch nicht da. Das kam sehr passend, die Betten wurden verstellt und aufeinander gestellt, anschliessend legte man sich zur wohlverdienten Ruhe. Zu vorgerückter Stunde suchten zwei wandelnde Geister ihre Betten. Zuerst fanden Sie das Zimmer nicht, schliesslich jenes doch gefunden, fehlten die Betten, die dem Anschein nach dringend benötigt wurden. Nach einem vergeblichen Suchen nach den Betten legte man sich kurzerhand einfach in Betten, die gar nicht für die Militärschützen gerechnet waren.

Am Sonntagmorgen ging’s dann mit Sack und Pack in den Militärgarten zum z‘Mörgele. Danach begibt sich der ganze Kliba-Futter-Verein zum Bahnhof. Bigi und Fudi suchten sehr vergiftet im Fotogeschäft nach einer Aufnahme von Schützenfudi. Die Suche verlief jedoch erfolglos. Nach Kaffee und Gepäckaufgabe konnte man sich schliesslich im Zug platzen, denn die Fahrt ging auf nach Biberstein zu Captain Jo und seiner Aafähre. Dort angekommen verlief die Begrüssung nicht sehr freundlich denn den Affen missvielen unsere Mützen. Bei Captain Jo findet man einen halben Zoo der sehr gepflegt ist. Ein Schiff darin, ein Restaurant und ein kleines Museum. Unter Deck kann man einen Sturm erleben, wie das Meer tobt bei Windstärke zwölf. Leider missglückte die Vorführung bei unserem Aufenthalt unter Deck. Auch für die kleinen Gäste hat Captain Jo vorgesorgt, ausserhalb des Schiffes ist ein schöner Spielplatz. Wir begaben uns, nach all diesen Besichtigungen in ein Restaurant um auf den Bus zu warten, denn die Stimmung ist im allgemeinen etwas trübe geworden, wozu noch eine gewisse Müdigkeit kommt. Herr Bressli vom Dienste war der Präsident. So fuhren wir schliesslich von Biberstein zurück via Zürich, Schaffhausen. In Schaffhausen begann sich die Stimmung wieder zu heben, denn jeder riechte natürlich jetzt Heimatboden. Und dann war es soweit der Zug hält in Mannenbach. Am Bahnhof warten treu die Schützenfrauen auf ihre Mannen. Die Freude ist gross wieder Daheim zu sein, da begeben sich alle in guter Laune noch ins Restaurant Frohsinn zum Austrinken vom eidgenössischen Schützenfest 1979. Wer weiss wann das nächste ist? Der Aktuar.

Am Eidg. Schützenfest Luzern 1979 konnten folgende Schützen das Kranzresultat im Sektionsstich erzielen: Peter Nater und Armin Schibli mit 36 Punkten sowie Jakob Geiger, Heinrich Hutterli und Leo Staub mit 35 Punkten. Unsere Sektion landete im 903. Rang von 1037 klassierten Sektionen in der Kategorie 4. Die Schlussrechnung des Kassiers ergab Auslagen für den Verein von 738 Franken.

1993 - Besuch Thurgauer Kantonalschützenfest in Weinfelden

Leider war uns der Wettergott an diesem Tag nicht gut gesinnt. So mussten wir auf die geplante Traktorfahrt mit unserem Zeigerchef Roland Jlg verzichten. Zum Schiessen sagte das Wetter unseren Teilnehmern anscheinend jedoch ganz gut zu denn kaum eine Stunde nach Schiessbeginn zeichnete sich ein Super-Sektionsresultat ab. Das Ziel wie am letzten Kantonalen wiederum einen Lorbeerkranz mit Silberblatteinlage zu erreichen war praktisch geschafft. Es kam noch verrückter! 30 Schützinnen und Schützen beteiligten sich an diesem Kantonalschützenfest. Diese schossen total 68 Kranzresultate. Die erfolgreichsten Teilnehmer waren Werner Iseli, Charles Götschi und Peter Nater mit je 5 Kranzresultaten. Im Sektionsstich gewann Alan Vanderhider mit 75 Punkten, gefolgt von Armin Gilg 74 Punkte und Wolfgang Jlg und Jakob Diezi mit je 73 Punkten. Mit dem Sektionsresultat von 72,641 Punkten erreichten wir den 2. Rang in der Kategorie 4. Die Sektionsauszeichnung erfolgte in Form eines Lorbeerkranzes in Vollsilber. Die Sektionsgabe bestand aus einer wunderbaren Wappenscheibe, die wir (ausnahmsweise) an unseren Kameraden Alan Vanderhider anlässlich seiner Rückkehr nach Amerika überreicht hatten.

Einladung bei Alan Vanderhider

Am 21. August waren wir bei Alan Vanderhider zu Gast. Er hatte die Militärschützen und die Mitglieder des Zeigerbundes eingeladen um sein neues Heim einzuweihen. Damals wusste niemand, dass dieses Heim für ihn und seine Frau nur zu einem zirka dreimonatigen Aufenthalt würde. Im Garten der Vanderhiders wurden wir mit Essen und Getränken bedient. Auch benutzten zu später Stunde Verschiedene das Schwimmbad um sich abzukühlen! Die Wahl für diesen Anlass fiel bewusst auf diesen Tag denn am Nachmittag fand das Absenden vom Kantonalschützenfest statt. Eine mehrköpfige Delegation nahm daran teil. So trafen diese dann mit Fahne und Lorbeerkranz sowie Wappenscheibe bei Vanderhiders ein, wo auch die guten Leistungen vom Kantonalen eingeschwemmt wurden. 

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